Zum Inhalt springen
Maison BeaulieuMAISON BEAULIEUAB ÉDITIONS · KOCHKUNST & HISTORISCHE ARCHIVE
Justiz & Skandale · England

Die unterbrochene Quittung

Der Londoner Kaufmann Mr. Paas verschwindet im Mai 1832 in Leicester, nachdem er seinen Schuldner, den Buchbinder James Cook, aufgesucht hat. Ein nächtlicher Feuerschein, menschliche Überreste, wiedererkannte Habseligkeiten und eine in Loughborough veräußerte Brosche lenken die Nachforschungen; die Geschworenen des Coroners schreiben die Tat Cook zu. Vor den Assisen bekennt sich Cook schuldig und stirbt am Galgen; der nachfolgende Befehl zur Zurschaustellung im Eisengestell wird alsbald widerrufen.

Am Abend des Mittwochs, dem 30. Mai 1832, stieg über einem Stallgebäude in Leicester ein lebhafter Feuerschein auf. Er drang aus der Werkstatt von James Cook, einem einundzwanzigjährigen Buchbinder, dessen Handwerk zuweilen starke Hitze erforderte. Die Nachbarn erblickten darin zunächst nichts weiter als ein gewöhnliches Arbeitsfeuer. Wenige Stunden zuvor hatte Mr. Paas, ein Londoner Fabrikant von Messingwerkzeugen für das Buchbindergewerbe, die Werkstatt aufgesucht, um eine fällige Forderung einzutreiben. In seinem Gasthof ward er seither nicht mehr gesehen. Hinter den verhängten Scheiben brannte das Licht unentwegt fort; als die Tür schließlich mit Gewalt geöffnet wurde, war es kein Holz, was in der Esse verzehrt wurde.

Die rückblickende Chronik des Camden Pelham lässt die Angelegenheit mit einer Handelsschuld beginnen. Paas, ansässig zu High Holborn, hatte Cook Werkzeuge geliefert, als dieser die Werkstatt seines vormaligen Meisters auf eigene Rechnung übernahm. Eine Rechnung über rund fünfundzwanzig Pfund war fällig geworden; Paas hatte brieflich angekündigt, demnächst nach Leicester zu reisen, um den Betrag zu vereinnahmen. Am 30. Mai stieg er im Stag and Pheasant ab und suchte sodann seine Kundschaft auf, unter ihr auch Cook. Ein anderer Kunde berichtete später, Paas habe sich nach der Zahlungsfähigkeit seines Schuldners erkundigt und beabsichtigt, am Abend zu ihm zurückzukehren. Es sollte das letzte Zeugnis bleiben, das ihn lebend bezeugte.

Charles Wilkinson, der vierzehnjährige Lehrling Cooks, gab an, in der Werkstatt einen Mann erblickt zu haben, dessen Äußeres der Beschreibung von Paas entsprach. Daraufhin schickte Cook den Jungen bis auf Weiteres nach Hause, obschon es an Arbeit keineswegs mangelte. Pelham bezeichnet diese Beurlaubung als ungewöhnlich, liefert jedoch kein Vernehmungsprotokoll, das eine genaue Prüfung der Aussage erlaubte.

Gegen acht Uhr abends betrat Cook das Wirtshaus Flying Horse, forderte ein Getränk und widmete sich dem Kegelspiel mit einer Fassung, die Pelham als vollkommen ruhig beschreibt. Er ersuchte den Gastwirt Nokes, ihm einen Sovereign zu wechseln. Als er die Münze hervorholte, wurde eine seidene Geldbörse sichtbar, die nach Aussage des Zeugen Gold, Silber und etliche Banknoten enthielt. Die ansehnliche Summe setzte Nokes zwar in Erstaunen, veranlasste ihn jedoch nicht zu weiteren Nachfragen. Cook kehrte zu seiner Werkstatt zurück und kündigte Mrs. Sawbridge, die im Stockwerk darunter wohnte, an, dass er die Nacht hindurch arbeiten werde und sie sich durch den Feuerschein nicht beunruhigen lassen solle.

Um halb elf öffnete Sawbridge ihm die Tür. Das Licht brannte unvermindert fort. Um halb fünf morgens traf Sawbridge Cook in Arbeitskleidung an, augenscheinlich mit Einbindearbeiten beschäftigt. Dieser beklagte eine Schwäche infolge der durchwachten Nacht, bat darum, den Milchmann und einen weiteren Mann bei ihrem Gang über die Felder begleiten zu dürfen, und kehrte alsbald allein in die Werkstatt zurück.

Am Donnerstag gegen zehn Uhr abends bemerkten die Nachbarn erneut einen ungewöhnlichen Schein hinter den Vorhängen. Aus Furcht vor einer Feuersbrunst beschlossen sie einzuschreiten. Timson, ein Makler aus dem übernächsten Hause, stieg die Treppe empor und stieß die Tür auf. Das Feuer loderte weit über das gewöhnliche Maß hinaus; ein Stück Fleisch verbrannte über den glühenden Kohlen. Man zog es aus den Flammen und löschte den Herd. Einige Umstehende vermuteten sogleich, es handle sich um Pferdefleisch. Cook, den man aus dem Hause seines Vaters herbeiholte, erkundigte sich unterwegs eilig, ob das Stück gänzlich verzehrt worden sei. Pelham berichtet, er habe Bestürzung gezeigt, als er erfuhr, dem sei nicht so, sei jedoch sichtlich ruhiger geworden, als man ihm sagte, man halte es für Rossfleisch.

Zur Rede gestellt, beteuerte Cook, er habe dieses Fleisch für einen Hund erworben, dessen Anschaffung er beabsichtige; da es verdorben sei, habe er es ins Feuer geworfen. Er gab an, es einem Unbekannten in Humberstone-gate abgekauft zu haben. Die Fenster freilich waren mit starkem Papier verhängt gewesen, das Feuer hatte ein ungeheures Maß erreicht, und die Natur des Stoffs harrte der Aufklärung. Constable Measures nahm ihn fest. Da der Bürgermeister unauffindbar war, handelte er zunächst in eigener Machtvollkommenheit; da er Cook kannte und die Verdachtsmomente als vage einstufte, willigte er ein, dass der Vater eine Bürgschaft für dessen Erscheinen leistete. Cook kam auf freien Fuß. Als ihn der Bürgermeister am folgenden Tage vorladen ließ, war er geflohen.

Nach seinem Entweichen befanden die Wundärzte Denton und weitere Sachverständige, dass es sich um menschliches Fleisch handle. Da Paas nicht in seine Herberge zurückgekehrt war, wurde die Werkstatt abermals eingehend durchsucht. Man stieß auf weitere Überreste im Kamin und in der Asche; zwei Schenkel und ein Bein hingen im Schlot. Überdies fand man ein blutbeflecktes Hosenbein aus schwarzem Tuch, ein mit dem Buchstaben P gezeichnetes Bleistiftfutteral sowie eine Gamasche jener Art, wie Paas sie zu tragen pflegte.

Der Dielenboden war abgekratzt worden, wies jedoch noch dunkle Spuren auf; die Esse war erweitert und mit zwei eisernen Stangen versehen worden. Kopf und Rumpf blieben verschwunden; ihr Verbleib konnte nicht ermittelt werden. Auf einer auf Paas lautenden Rechnung über zwölf Schillinge fanden sich das Wort »settled« sowie die Initialen J. P. Cook behauptete später, Paas habe diesen Vermerk eigenhändig niedergeschrieben. Pelham merkt an, der Kaufmann habe gewohnheitsmäßig mit vollem Namen gezeichnet, und deutet den Tintenstrich quer durch das J als Anzeichen einer jähen Unterbrechung der Handbewegung; ein Schriftgutachten ist indessen nicht überliefert. Als Schlagwerkzeug galt der Werkstatthammer, wiewohl Cooks spätere Einlassungen auch eine Pressstange erwähnten.

Eine greifbarere Gestalt nahm die Identifizierung bei der Leichenschau auf, die am 3. Juni im Dog and Gun stattfand. George Cooke, ein Fuhrmann aus Loughborough, sagte aus, er habe am vorangegangenen Freitag einen schmutzigen, erschöpften Fremden im Hofe einer Schenke bemerkt. Dieser habe eine kleine Brosche vorgezeigt, die er gefunden zu haben vorgab, und sie ihm für zwei Schillinge überlassen; ferner habe er eine Uhr, eine Kette und eine Geldbörse bei sich geführt. Freunde von Paas erkannten die Brosche zweifelsfrei wieder: Er hatte sie zum Andenken an einen verstorbenen Weggefährten getragen. Die Geschworenen des Coroners gelangten zu dem Schluss, dass die Überreste von Paas stammten und dieser von Cook vorsätzlich getötet worden sei. Dies war der Urteilsspruch der Leichenschau, nicht das Erkenntnis des Kriminalgerichts.

Polizeidiener Cummins war der Spur Cooks bis nach Liverpool gefolgt, wo jener ein Schiff nach Amerika zu erreichen trachtete. Am Dienstag, dem 5. Juni, legte ein Boot mit mehreren Männern ab. Cummins setzte ihm vom anderen Ufer aus nach. Nahe dem Gestade sprang Cook ins seichte Wasser. Pelham vermutet, er habe sich ertränken wollen; ein Fläschchen, das er alsdann aus der Tasche zog und dessen Inhalt unbekannt blieb, zerbrach, als Cummins nach seiner Hand griff.

Nach Leicester zurückgebracht, bestritt Cook nicht, dass Paas durch seine Hand den Tod gefunden habe, verwarf jedoch jeden Tötungsvorsatz. Seiner Darstellung nach war der Geldforderung ein Wortwechsel gefolgt; Paas habe ihn tätlich angegriffen, woraufhin er sich gewehrt habe. Stadtschreiber Burbidge belehrte ihn darüber, dass er zu keiner Selbstbezichtigung verpflichtet sei. Pelham hält fest, dass die Worte »dem wesentlichen Inhalt nach und fast dem Wortlaut getreu« wiedergegeben seien, nicht als wörtliches Protokoll. Cook erwähnte zwei Rechnungen: eine über zwölf Schillinge, die beglichen gewesen sei, und eine weitere von bedeutenderem Betrag.

Gegenüber den Constables soll Cook erklärt haben, Paas habe einen Hammer nach ihm geschleudert, der ihn an der Schulter traf, woraufhin er den Kontrahenten mit einer Pressstange niederstreckte. Bei der Vernehmung durch Burbidge am Freitag gestand er, die Leiche im Laufe der Nacht stückweise verbrannt und Stroh auf dem Boden verstreut zu haben. Diese Angaben ließen sich jedoch nicht lückenlos mit den bereits geborgenen Körperteilen in Einklang bringen; der Bericht vermag die materiellen Widersprüche nicht aufzulösen.

Cook wurde am 9. Juni an die Assisen verwiesen; die Überreste von Paas wurden am 11. Juni in London beigesetzt. Im Gefängnis hielt Cook an seiner Darstellung fest, ohne den Verbleib von Haupt und Rumpf preiszugeben. Das an sich gebrachte Geld schätzte er auf fünfzig bis sechzig Pfund, darunter dreißig in Banknoten. Diese Zahlen beruhen allein auf seinen eigenen Aussagen und weichen von den anderen im Bericht genannten Beträgen ab.

Vor den Assisen zu Leicester lautete die Anklage am 7. August auf vorsätzlichen Mord. Die Quelle berichtet, die Anklageschrift habe mehrere denkbare Begehungsweisen umfasst, geht jedoch auf das Verhandlungsgeschehen nicht näher ein. Es wird lediglich vermerkt, dass Cook sich auf Befragen für schuldig erklärte, die Tragweite dieses Bekenntnisses zu ermessen beteuerte und es nicht zurückzuziehen wünschte. Der Richter fällte das Todesurteil und ordnete überdies an, den Leichnam am Galgen zur Schau zu stellen. Dieser Verfahrensausgang – ein vom Chronisten vermerktes Schuldbekenntnis – ist streng von dem Spruch der Coroner-Jury im Juni zu scheiden.

Vor seiner Hinrichtung legte Cook laut Pelham ein eingehenderes Geständnis ab. Er gab nunmehr an, die Tat bereits eine Woche zuvor ersonnen zu haben, und schilderte, wie Paas gerade den Einband eines Buches musterte, als ihn der Schlag mit einem Buchbinderwerkzeug traf. Er erklärte, er habe sich das zur Überfahrt nach Amerika nötige Geld verschaffen wollen, und führte Stolz als Triebfeder an. Diese Äußerung stand im Widerspruch zu seiner früheren Schilderung eines jähen Streits. Sie bleibt indessen das späte Bekenntnis eines Verurteilten, das durch eine spätere Chronik überliefert wird; kein Augenzeuge vermochte den Hergang zu bestätigen. Cook fügte hinzu, Zusammenkünfte junger Deisten hätten seinen Charakter verdorben. Pelham misst dieser Bemerkung eine moralische Tragweite bei; als Beweis für die Tat oder deren Beweggrund kann sie nicht gelten.

Cook wurde am Freitag, dem 10. August, vor dem Gefängnis von Leicester gehängt. Nach Vollstreckung des Urteils brachte man den Leichnam in die Anstalt zurück; der Kopf wurde geschoren und geteert, die Gliedmaßen wurden in Eisen gelegt, worauf man ihn an der Saffron Lane unweit des Schlagbaums von Aylestone zur Schau stellte. Der dreiunddreißig Fuß hohe Pfahl zog Tausende Schaulustige an; die Anwohner führten Klage. Am folgenden Dienstag ordnete das Innenministerium die Beseitigung an und erließ diesen Teil der Strafe. Pelham flicht seinen Bericht um eine jäh unterbrochene Quittung, einen Feuerschein hinter verhüllten Fenstern und eine wiedererkannte Brosche. Seine Chronik bietet weder ein lückenloses Verhandlungsprotokoll noch die Originalakten dar: Sie überliefert eine Anklage, die in ein Geständnis mündete, ohne freilich all jene Fragen zu klären, die durch die verschwundenen sterblichen Reste und die wechselnden Einlassungen Cooks aufgeworfen wurden.

Aus diesem historischen Fall könnte ein Buch entstehen

Helfen Sie uns, unser nächstes Buch zu wählen

Sie haben soeben den vollständigen Bericht dieses Falles gelesen. Er inspiriert uns zu drei Romanprojekten. Welches möchten Sie gedruckt sehen? Ihre Stimme hilft AB Éditions bei der Auswahl.

Novelle

Das stumme Leitfeuer

Eigenständiges Kriminalstück mit freier Handlung, erfundenen Figuren und eigener Szenerie. In der Nacht einer Frühlingsregatta erlischt das Leuchtfeuer der Hafeneinfahrt, woraufhin ein Rettungsboot an den Klippen zerschellt. Der Wärter beteuert, seinen Rundgang pflichtgemäß versehen zu haben; die Mannschaft bezichtigt einen Rivalen, die Laterne verstellt zu haben. Eine junge Ruderin rekonstruiert das nächtliche Geschehen an der Mole anhand von Gezeiten, Tauen und den Lichtreflexen, die den Schaulustigen auffielen. Die Aussagen widersprechen einander, doch jedermann hat etwas zu verlieren, sollte der Wettkampf für ungültig erklärt werden. Die Erzählung schöpft lediglich aus dem Motiv eines missdeuteten Scheins und eines Zeugen, dessen Erinnerung auf die Goldwaage gelegt werden muss. Stimmen Sie für diese Novelle – ein knappes Rätselspiel, in dem die Menge zum Zeugen wird.

Stimmen werden geladen…

Roman

Der Pfad über die drei Pässe

Eigenständiger Kriminalroman, angesiedelt in einer erdachten Berglandschaft und getragen von neuen Gestalten. Nach dem Sabotageakt in einem Eisenbahntunnel gerät ein Ingenieur unter Verdacht und flieht in die verschneiten Höhen. Eine Streckeninspektorin folgt seiner Fährte über einsame Bahnhöfe, Steinbrüche und Zufluchtshütten, während die örtlichen Gerichtsbezirke um die Zuständigkeit streiten. Die Handlung nimmt ihren Ausgang vom Motiv des Flüchtigen, der eine rettende Grenze sucht – fernab jeglicher Seefahrt oder historischer Vorbilder. Die Hatz fördert widersprüchliche Indizien zutage: einen Trittsiegel im Schnee, eine doppelt entwertete Fahrkarte, einen Gewährsmann, der bloß einen Schattenriss gewahrte. Stimmen Sie für diesen Roman, wenn Sie Ermittlungen schätzen, bei denen der Lauf gegen die Zeit ebenso schwer wiegt wie der Sachbeweis.

Stimmen werden geladen…

Trilogie

Die Sitzungen der Empore

Vollkommen fiktive Gerichtstrilogie, verknüpft durch eine Zeichnerin, die den Kriminalverhandlungen einer Residenz beiwohnt und festhält, was das gesprochene Wort verschweigt. Im ersten Band spaltet der Raub einer Statue während eines Maskenballs eine Theatertruppe; im zweiten zwingt der Einsturz eines Stegs die Geschworenen zur Scheidung von bösem Willen und Nachlässigkeit; im dritten hinterlässt ein heimliches Duell zwei Familien, deren Berichte unvereinbar bleiben. Jeder Band entfaltet eigenes Personal, eigene Ermittlungsschritte und ein eigenständiges Urteil, wechselt das gesellschaftliche Milieu wie den Tathergang. Stimmen Sie für diese Trilogie historischer Gerichtsrätsel, in denen das Publikum urteilt, noch ehe die Richterbank das Wort ergreift.

Stimmen werden geladen…

Eine Stimme pro Fall in diesem Browser, jederzeit änderbar. Die beliebtesten Projekte fließen in unser Verlagsprogramm ein. Wie Ihre Auswahl gespeichert wird.

Weitere Buchprojekte im Salon entdecken →
Der historische Rahmen und unser erzählerischer Anteil

Vollständige Lesung des Abschnitts »JAMES COOK. / EXECUTED FOR THE MURDER OF MR. PAAS.« aus dem Text Project Gutenberg eBook 46595; die im Frontispiz ausgewiesene Ausgabe datiert auf London, T. Miles & Co., 1891. Die Textgrenzen reichen vom Abschnittstitel bis zum Schluss des letzten Absatzes über die Abnahme des Galgens und die Beisetzung; das nachfolgende Kapitel »WILLIAM JOBLING« bleibt unberücksichtigt. Gedruckter Umfang S. 345–354: Seite 345 im Inhaltsverzeichnis nachgewiesen; HTML-Marken 346–354 im Online-Text fortlaufend. Lokale Gesamtquelle: 5572 Wörter, SHA-256 51144dd737c1ada57726cb84114fdae8f25df76a560c4fb4c6955e5bbb33e255; vollständige Stammdatei `pg46595.txt`, SHA-256 bd45e6596c48386f58a9ad1b8602fe1dd56ad1253a8a3a0fe7334d3e24b81cc9. Die Textfassung Gutenbergs geht auf Digitalisate des Internet Archive zurück und weist darauf hin, dass typografische Fehler bereinigt wurden; Abbildungen sind nicht enthalten. Der Gutenberg-Vermerk erklärt den Text in den Vereinigten Staaten als gemeinfrei und fordert Leser anderer Staaten auf, das jeweilige Landesrecht zu prüfen; die Weiternutzung hat sich auf jene Rechtsordnungen zu beschränken, die den Rückgriff auf diese historische Ausgabe gestatten. Der Bericht stellt eine originäre Nacherzählung dar, keine wörtliche Abschrift oder Primärquelle. Pelham bietet keine vollständigen Gerichtsprotokolle: Er berichtet über den Befund der Coroner-Untersuchung vom 3. Juni und das spätere Schuldbekenntnis Cooks vor den Assisen am 7. August, ohne das Verhandlungsgeschehen im Einzelnen darzulegen. Er verlegt das Verfahren auf den 7. August und nennt diesen Tag einen »Wednesday«; nach gregorianischem Kalender fiel dieser Tag auf einen Dienstag. Der Bericht belässt es beim 7. August ohne Wochentag. Die Zwölf-Schilling-Rechnung trug das Wort »settled« und die Initialen J. P.; Cook behauptete später, Paas habe das Wort selbst niedergeschrieben, während der Verfasser die Linienführung als Zeichen eines jähen Abbruchs deutet. Die Chronik legt die Bestimmung menschlichen Fleisches den Wundärzten bei und vermerkt die fehlenden Körperteile, ohne deren Schicksal zu ergründen. Das späte Geständnis Cooks widerstreitet seiner früheren Behauptung eines Streits; Beweggrund und Tathergang beruhen auf seinen eigenen Worten ohne Bestätigung durch Tatzeugen. Die Zurschaustellung im Eisengestell wird als nach der Hinrichtung vollzogen und später durch das Home Office widerrufen beschrieben. Quelle: Project Gutenberg eBook 46595, Erfassung und Transkription dargelegt in source-meta.json.

← Alle 1.003 Fälle des Kabinetts